01.07.2020 - 19:42 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Mehr Arbeitslose im Agenturbezirk Schwandorf

Der Arbeitsmarkt hat sich noch nicht von den Folgen der Coronakrise erholt. Doch Kurzarbeit sichert bei etlichen Firmen Arbeitsplätze.

Die Arbeitsagentur Schwandorf legt die aktuellen Zahlen vor.

Im Gesamtbereich der Arbeitsagentur Schwandorf – er besteht aus den Landkreisen Amberg-Sulzbach, Schwandorf und Cham sowie der Stadt Amberg), stieg die Arbeitslosigkeit laut Monatsbericht von Mai auf Juni um lediglich um 50 Personen (0,6 Prozent) an. Dass der Arbeitsmarkt sich jedoch noch nicht von den Folgen der Coronakrise erholt hat, zeigt aber markant der Vergleich mit dem Vorjahr: Die Arbeitslosigkeit liegt mit einem Plus von 45,4 Prozent – 2590 Personen – sehr deutlich über dem Wert des Juni 2019. Insgesamt waren im Juni 2020 somit 8310 Personen arbeitslos gemeldet. Die Quote lag bei 3,4 Prozent, im Juni 2019 bei 2,4 Prozent.

Im vergangenen Juni war für 1510 Menschen die Zeit der Arbeitslosigkeit vorbei. Das sind knapp 500 Personen (24,7 Prozent) weniger als im Vorjahr. „Ist das Arbeitsmarktgeschehen also weiterhin weitgehend eingefroren? Nein, meint die Agentur für Arbeit. 730 Menschen und somit 90 Personen (14,7 Prozent) mehr als im Vorjahr sei es gelungen, aus der Arbeitslosigkeit heraus einen neuen Job zu finden. „Der Schwandorfer Arbeitsmarkt bietet Chancen, die Firmen suchen wieder nach Arbeitskräften“, fasst Bernhard Lang, Geschäftsführer Operativ, die aktuelle Situation zusammen. „Im Gegenzug meldeten sich 1560 Personen neu oder erneut arbeitslos, knapp 420 (21,1 Prozent) weniger als im Vorjahr.“

Aus den Zahlen der Agentur geht weiter hervor, dass die Zahl der neuen Kurzarbeitsanzeigen vom 1. bis 25. Juni weiter zurückgegangen ist: Sie lag bei 140, in denen 3886 betroffene Beschäftigte genannt wurden. Zum Vergleich: Im Mai waren es 311 Anzeigen für 6062 Arbeitnehmer.

Und was ist an freien Stellen auf dem Markt? Gemeldet wurden im Juni knapp 620, also 590 Angebote (48,8 Prozent) weniger als im Vorjahresmonat. Der Bestand ging gegenüber 2019 um 20,6 Prozent bzw. 1090 offene Stellen zurück und lag Mitte Juni bei 4200 Offerten.

Nun ein detaillierter Blick in den Agenturbezirk Schwandorf: Hier erhöhte sich die Arbeitslosigkeit von Mai auf Juni leicht um 100 Personen (3,6 Prozent). Mitte Juni waren 2810 Personen arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Juni des vergangenen Jahres stieg die Quote um 810 Personen (40,7 Prozent).

Hier gibt es weitere Infos der Agentur für Arbeit

„Die Lage ist noch angespannt, doch es gibt bereits Positives zu berichten. So mussten sich im Juni wesentlich weniger Personen arbeitslos melden als im Vorjahr. Die Firmen haben – vielfach mit Hilfe des Kurzarbeitergeldes – ihre Beschäftigten weitgehend gehalten. Dies stimmt positiv für die weitere Bewältigung der Krise“, betont Bernhard Lang.

Insgesamt meldeten sich im Juni 580 Personen neu oder erneut arbeitslos und somit fünf Personen (0,8 Prozent) weniger als im Vormonat und 90 (13,9 Prozent) weniger als im Juni 2019. Gleichzeitig beendeten 490 Menschen ihre Arbeitslosigkeit, 220 (31,3 Prozent) weniger als im Juni 2019.

Im Pool der Agentur waren im Juni 1470 offene Stellen gemeldet. Damit ging der Bestand im Vergleich zum Vorjahr um 400 Offerten (21,4 Prozent) zurück.

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