15.01.2021 - 12:09 Uhr
Schwarzenbach bei PressathOberpfalz

Schwarzenbach will Energieschleudern ersetzen

Die Straßenbeleuchtung soll heuer auf LED ungestellt werden. Die Gemeinde möchte so einen Beitrag zum Klimaschutz leisten.

Die Pläne für die Umgestaltung der Bahnhofskreuzung konkretisieren sich immer mehr, 2022 sollen die Baumaschinen anrollen. Noch heuer werden im ganzen Gemeindegebiet die Straßenlaternen auf energieeffizientere LED-Lampen umgerüstet.
von Bernhard PiegsaProfil

Im Laufe des Jahres soll die gesamte Straßenbeleuchtung der Gemeinde in einem Zug auf LED-Leuchtmittel umgerüstet werden. Die damit laut einem Angebot des Bayernwerks verbundenen Kosten von rund 37.000 Euro sollen sich dank einer etwa 60-prozentigen Stromverbrauchsreduzierung innerhalb von fünf bis sechs Jahren amortisiert haben. Zudem, so Bürgermeister Thorsten Hallmann in der ersten Gemeinderatssitzung des neuen Jahres, genüge die Gemeinde damit den staatlichen Klimaschutzvorgaben: „Der geringere Strombedarf bewirkt auch eine Verringerung des CO2-Ausstoßes um etwa neun Tonnen pro Jahr.“ Neue Laternenmasten müssten nicht angeschafft werden, ein Austausch der Leuchtmittel in den vorhandenen Peitschen- und Pilzlampen reiche aus. Die Helligkeit der einheitlich neu zu montierenden 2700-Kelvin-Lichtquellen entspreche etwa jener der zurzeit in einigen Straßen brennenden Gelblichtlampen, die warmweiße Lichtfarbe sei angenehmer als jene der ebenfalls verfügbaren neutral- oder kaltweißen 4000- oder 6000-Kelvin-Lampen.

Auch die Vorbacher erhalten mehr Licht

Vorbach

Ein Vorschlag Markus Thumfarts (Freie Wählergemeinschaft), die teilweise jüngeren Gelblichtlaternen für etwa fünf bis zehn Jahre von der Umrüstung auszusparen, fand nicht die Zustimmung seiner Ratskollegen und des Bürgermeisters. Die Modernisierung dieser Lampen käme nach Thorsten Hallmanns Einschätzung in einigen Jahren vermutlich teurer als jetzt, zudem sei der Stromverbrauch der Gelblicht-„Energieschleudern“ besonders hoch. Gegen Thumfarts Stimme votierte der Gemeinderat somit für die En-bloc-Umrüstung aller Straßenlampen.

Gemeindebibliothek im Bürgerhaus

Zügig vorwärts geht es laut zweiter Bürgermeisterin Anja Kirschsieper (SPD) mit den organisatorischen Vorarbeiten für die Gemeindebibliothek im Bürgerhaus. Die Aufgabenverteilung innerhalb des Bibliotheksteams stehe fest, in Sachen Buchanschaffungen werde man vom katholischen Bibliothekswerk „Michaelsbund“ bestens beraten, und Angebote für das Mobiliar lägen vor: „Wir rechnen mit Kosten von etwa 5000 Euro, Montage und Aufbau der Möbel könnten in Eigenleistung erledigt werden.“ In Planung seien außerdem eine Internetseite sowie ein Facebook-Profil. Dem Kreisjugendring dankte Bürgermeister Hallmann nochmals für eine Bücherspende aus dem Fundus „Demokratie lesen“.

Sanierung des Ortskerns

Immer klarere Konturen nehmen nach den Worten des Bürgermeisters auch die Pläne für den vierten Bauabschnitt der Ortskernsanierung Schwarzenbach an. Die voraussichtlichen Kosten für die Neugestaltung des Kreuzungsbereichs Hauptstraße/Bahnhofstraße/Kreisstraße NEW 5 einschließlich der Entwässerungsertüchtigung längs der alten Bundesstraße beliefen sich nach der aktualisierten Schätzung auf etwa 1,3 Millionen Euro, der Startschuss für die Bauarbeiten solle 2022 fallen.

Die exakte Aufteilung der Baukosten zwischen Gemeinde und Kreis müsse aber noch fixiert werden. Kostentechnisch nicht in die Maßnahme einbezogen werde die Verlegung der Kanalleitungen aus einem Anliegergrundstücks, für die zusätzlich rund 80.000 Euro investiert werden müssten.

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