18.10.2021 - 16:49 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Herbert Mader offiziell als Pfarrer in St. Marien Sulzbach eingeführt

Seit 1. September hat Herbert Mader die Stelle des Stadtpfarrers in St. Marien Sulzbach eingenommen. Zur offiziellen Einführung am Sonntagnachmittag erwarten ihn allerhand Gaben mit Symbolcharakter.

von Brigitte WeiglProfil

„Wer glaubt, ist nie allein": Mit dem Lied, das die Worte von Benedikt XVI. bei seiner Einführung als Papst aufgreift, empfing die Pfarrgemeinde St. Marien am Sonntag, 17. Oktober, ihren neuen Geistlichen Herbert Mader. Fahnenabordnungen der kirchlichen Vereine, Pfarrgemeinderat und Kirchenverwaltung sowie Dekan Karlhermann Schötz von der evangelischen Nachbargemeinde begleiteten Pfarrer Mader und seine 15 Konzelebranten vom Pfarrhaus zur Installation in der Stadtpfarrkirche.

Vor den Stufen des Südportals warteten schon die Kleinen aus den Kindergärten St. Marien und St. Anna, um den Geistlichen mit einem Lied zu begrüßen. Die Eltern und Verwandte von Herbert Mader feierten den Gottesdienst mit.

Ein glaubwürdiger Zeuge sein

Dekan Dr. Christian Schulz aus Hahnbach verglich in seiner Predigt die Resignation der Jünger auf dem Emmaus-Gang mit der heutigen Zeit, in der oftmals eine gedrückte Stimmung in den Pfarreien herrsche. Fragen des Glaubens und der Sittenlehre ließen Gräben aufbrechen, die scheinbar nicht zu überbrücken sind. Doch wie die Jünger damals Jesus am Brotbrechen erkannten und er ihnen die Augen öffnete, sei es heute die große Aufgabe des Priesters ein glaubwürdiger Zeuge zu sein, der die Freude an der Eucharistie und den Sakramenten weitertrage. Der Gemeinde legte er ans Herz, Begegnungen mit dem neuen Pfarrer zu schaffen.

Mitglieder der Kirchengemeinde legten symbolische Gaben vor den Altar. Das Stadtwappen und ein Klumpen Eisenerz sollten auf die tausendjährige Geschichte Sulzbach-Rosenbergs hinweisen. Ein Bild zeigte Georg Dobmeier, einen Vorgänger in St. Marien, der wie Mader aus Hirschau stammte. Annabergpfleger Hans Schötz trug das Gnadenbild St. Anna Selbtritt an den Altar. Die St.-Anna-Wallfahrt gehört zu den seelsorglichen Schwerpunkten des neuen Pfarrers.

Abschiedsgeschenk aus Bad Kötzting

Eine Allioli-Bibel erinnerte an die erste katholische Bibelübersetzung durch einen Sulzbacher im 19. Jahrhundert. Die Kindergärten St. Marien und St. Anna, die Eltern-Kind-Gruppe und die Pestalozzi-Grundschule brachten jeweils eine Kinderbibel. Rosenstöcke standen für das Caritashaus St. Barbara und die Ökumenische Sozialstation. Ein Vertreter der Pfarrei Mariä Himmelfahrt in Bad Kötzting überreichte als Abschiedsgeschenk der vorherigen Wirkungsstätte ein Kreuz für den Altar, das nach einem Entwurf des Pfarrers geschaffen wurde.

Der evangelische Dekan Karlhermann Schötz freute sich auf den gemeinsamen Weg und den Dialog, auf offene Türen und Herzen in der Gemeinde. Bürgermeister Michael Göth lud Pfarrer Mader zu einem baldigen Stadtrundgang ein. Pfarrgemeinderatssprecher Richard Reisinger überreichte neben einer Taschenuhr eine Torte mit dem Motiv der Pfarrkirche.

Pfarrer Herbert Mader selbst bilanzierte nach Lappersdorf und Bad Kötzting nun seine dritte Installation. "Da aller guten Dinge drei sind, bin ich wohl jetzt hier richtig angekommen", hoffte er. Der Kirchenchor unter Leitung von Steffen Kordmann und die Bläser mit Maria Boßle gaben der Amtseinführung eine festliche Stimmung.

Verabschiedung von Pfarrer Walter Hellauer

Sulzbach-Rosenberg

"Da aller guten Dinge drei sind, bin ich wohl jetzt hier richtig angekommen."

Pfarrer Herbert Mader

 

 

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