20.12.2020 - 11:13 Uhr
TeunzOberpfalz

Gemeinderat Teunz lehnt Maskenpflicht in Sitzungen ab

Den Teunzer Gemeinderäten bleibt es selbst überlassen, ob sie in den Sitzungen Maske tragen. Ein Antrag der SPD-Fraktion für eine Pflicht zum Mund-Nasen-Schutz ist mit 4:8 Stimmen gescheitert. Das hängt auch mit dem Tagungsort zusammen.

Um die Coronavorgaben einhalten zu können, tagt der Teunzer Gemeinderat mittlerweile in der Turnhalle der Grundschule. Weil dort ausreichend Platz herrsche und es kein Problem sei, die Mindestabstände einzuhalten, wurde ein Antrag auf Maskenpflicht in der Sitzung abgelehnt.
von Christof FröhlichProfil

Der Antrag der beiden SPD-Gemeinderäte Isabella Vogl und Johannes Kretschmer für eine "Sitzungsmaskenpflicht" wurde in der jüngsten Zusammenkunft des Gremiums noch vor dem Einstieg in die eigentliche Tagesordnung diskutiert. Die Ratsmitglieder sollten künftig während der Tagungen, um einer Ansteckungsgefahr durch das Coronavirus vorzubeugen, eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen, hieß es darin. Als Argument wurde unter anderem auf die Vorbildfunktion des Gremiums verwiesen.

Nach einer längeren Aussprache über diesen Antrag kristallisierte sich heraus, dass eine Mehrheit der Ratsmitglieder keine Notwendigkeit für eine "Pflicht zur Maske" in den Sitzungen sieht. Es wurde darauf verwiesen, dass die Sitzungen ohnehin bereits vom Gemeindehaus in die weitaus größere Grundschul-Turnhalle verlegt worden sind, um der Ansteckungsgefahr vorzubeugen. Und dort könnten die geltenden Vorgaben und Sicherheitsabstände gut eingehalten werden. Gegen eine Maskenpflicht wurde auch noch ins Feld geführt, dass bei den Beratungen auch eine gut verständliche Aussprache und die Mimik eine wichtige Rolle spielen.

Letztendlich fand die SPD-Fraktion keine Mehrheit: Mit 4:8 Stimmen unterlag ihr Antrag für eine Maskenpflicht. Wie bisher bleibt es jedem Gemeinderat auch weiterhin selbst überlassen, ob er während der Beratungen eine Maske trägt oder nicht.

Bericht über Kontrollen der Maskenpflicht in Bayern

München

Ein neues Bushäuschen für die Schulkinder aus Wildstein wünscht sich der frühere Gemeinderat und Vorsitzende des Dorfvereins Wildstein, Josef Salamon. Sein Antrag lag im Gemeinderat auf dem Tisch, Salomon schlug vor, dass Wartehäuschen in das geplante neue Feuerwehrhaus zu integrieren oder dort anzubauen. Aktuell steht die Unterstellmöglichkeit aus Holz auf einem Privatgrundstück. Im Winter sei dort nicht immer geräumt und gestreut, und außerdem sei es rund um das Bushäuschen – wegen der freistehenden Lage – sehr zugig.

Bei der Errichtung des neuen Gerätehauses sei nun ein geeigneterer Platz für die Buskinder aus Wildstein in Aussicht. Josef Salomon beantragte daher entweder einen kleinen Anbau mit Überdachung am Feuerwehrhaus oder ein separates Bushäuschen auf dem dortigen Grundstück. Bei beiden Varianten wäre das Ein- und Aussteigen der Kinder gefahrlos möglich. Demnächst wird sich nun der Gemeinderat mit den Verantwortlichen der Wildsteiner Feuerwehr zu einem Ortstermin treffen. In der folgenden Sitzung soll dann eine Entscheidung getroffen werden.

Am Teunzer Friedhof ist die Barrierefreiheit verbessert worden

Teunz

Zum Abschluss des öffentlichen Sitzungsteils gab Bürgermeister Norbert Eckl noch bekannt, dass die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik abgeschlossen sei. An einzelnen Orten, wie beispielsweise am Umkehrplatz Pfarrer-Wendl-Straße, müsse von der Helligkeit her noch etwas nachgesteuert werden. Das Ende des Sitzungsjahres nutzte Eckl, um allen Bürgern zu danken, die sich heuer – der Pandemie zum Trotz – erneut um das Wohl der Gemeinde engagiert haben.

Korrektur:

Nicht sechs, sondern acht Räte gegen Maskenpflicht

Ursprünglich war berichtet worden, dass der Antrag der Teunzer SPD-Fraktion zu einer Maskenpflicht in der Sitzung mit 6:4 Stimmen abgelehnt wurde. Es waren aber nicht sechs, sondern acht Gemeinderäte, die gegen den Antrag gestimmt hatten. Das Ergebnis in diesem Artikel wurde angepasst.

In diesem Häuschen warten die Kinder aus Wildstein aktuell auf den Schulbus. Im Gemeinderat rückte nun ein neuer Standort in den Blickpunkt.
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