20.11.2020 - 15:14 Uhr
TeunzOberpfalz

Teunzer Gemeinderat stellt Weichen für schnelles Internet

Auf der Überholspur der Datenautobahn möchte sich die Gemeinde Teunz einordnen. Den möglichen Weg dazu zeigt Experte Eduard Maier den Gemeinderäten in der Sitzung auf. Spendabel zeigt sich das Gremium gegenüber der Jugendblaskapelle.

Mit Glasfasern lässt sich schnelles Internet in den ländlichen Raum bringen. Im Gemeinderat in Teunz sind die Weichen für den weiteren Ausbau der Verbindungen gestellt worden.
von Christof FröhlichProfil

Der Ausbau der Internet-Versorgung im Gemeindegebiet spielte bei der Sitzung des Teunzer Gemeinderats die Hauptrolle. Das Gremium bekam die „Richtlinien zur Förderung des Ausbaus von gigabitfähigen Breitbandnetzen im Freistaat Bayern" vorgestellt. Als Referent erläuterte Eduard Maier, Mitarbeiter im Planungsbüro Breitbandberatung Bayern GmbH aus Neumarkt, die Ziele und den Inhalt. In seinem Vortrag ging er auch auf die Möglichkeiten im Gemeindegebiet zur Nutzung des Förderverfahrens ein und gab Tipps zur Vorgehensweise.

Ziel des Programms sei es, so Maier, dass künftig gewerblichen Internetnutzern Verbindungsraten von mindestens einem Gigabit pro Sekunde und Privatanschlüssen mindestens 200 Megabit pro Sekunde zur Verfügung gestellt werden könnten. Gefördert werden Ausgaben der Gemeinden an private oder kommunale Netzbetreiber oder für die Errichtung von eigenen Breitbandinfrastrukturen. Um in den Genuss einer Förderung zu kommen, sei im Vorfeld eine gründliche Markterkundung erforderlich. Dabei gelte es unter anderem festzustellen, wo gewerbliche und wo private Anschlüsse gefragt seien.

Nach eingehender Beratung beschloss der Gemeinderat, damit möglichst die maximale Förderung herausspringt, sich von einem Planungsbüro unterstützen zu lassen und dann die Markterkundung in Angriff zu nehmen. Positiv in dieser Sache sei, dass im Verlauf von Baumaßnahmen in jüngerer Zeit bereits Leerrohre verlegt worden sind, wodurch viele dafür erforderliche Erd-arbeiten vermieden werden können.

Mit Daniela Juraske und Tobias Schmid hatten anschließend zwei Vertreter der Blaskapelle Teunz Rederecht in der Sitzung. Der Verein hatte einen Antrag auf Bezuschussung einer neuen Tracht gestellt. Juraske und Schmid präsentierten die ausgewählte "Kollektion". Sie verwiesen darauf, dass die bisherige Tracht mittlerweile schon drei Jahrzehnte im Einsatz ist. Die Blaskapelle wolle sich in Zukunft weiterhin nicht nur musikalisch, sondern auch optisch als ein Aushängeschild der Gemeinde präsentieren.

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Teunz

Daniela Juraske und Tobias Schmid nannten die Zahl von 30 Aktiven und 26 in der musikalischen Ausbildung befindlichen Kindern und Jugendlichen. Damit gehe die Blaskapelle einer guten Zukunft entgegen. Man werde der Gemeinde auch weiterhin bei vielen Festen und Feiern zur Gestaltung des musikalischen Rahmens zur Verfügung stehen. Der Gemeinderat beschloss, dem Antrag stattzugeben und 50 Prozent der nicht anderweitig getragenen Kosten für die neue Tracht bis zu einer Höhe von maximal 3900 Euro zu gewähren. Grünes Licht gab es aus dem Gremium auch für die Auszahlung von Zuschüssen an Vereine und Einrichtungen in einer Gesamthöhe von 2404 Euro.

Unter dem Stichwort „Kommunale Abfallwirtschaft“ genehmigten die Ratsmitglieder die Vereinbarung über die Glascontainerstellplätze mit dem Landkreis Schwandorf. Danach werden vom Landkreis 80 Cent je Einwohner und Jahr für den Betrieb und die Sauberhaltung dieser Flächen gezahlt. Nichts geändert hat sich auch den Hebesätzen für die Realsteuern: Sie liegen weiterhin bei jeweils 350 Prozent für Grundsteuer A und B sowie bei der Gewerbesteuer.

Aus nichtöffentlicher Sitzung informierte Bürgermeister Norbert Eckl, dass die Preisvereinbarung mit der Firma Wagner-Bau (Waldmünchen) für einen Vakuumschacht an der Übergabestelle des Schmutzwassers aus Burkhardsberg genehmigt wurde, die Nachtragssumme beläut sich auf 4431 Euro. Die selbe Firma bekam auch das O.k. für eine Biofilterabdeckung zum Preis von 880 Euro. Norbert Eckl wies abschließend auf die Möglichkeit hin, Schilder mit dem jeweiligen Hausnamen samt Erläuterung an den Anwesen in der Gemeinde anbringen zu können.

Daniela Juraske und Tobias Schmid baten das Gremium erfolgreich um einen Zuschuss für die neue Tracht der Blaskapelle Teunz.
Die Ziele der Richtlinie zur Förderung des Ausbaus von gigabitfähigen Breitbandnetzen stellte Berater Eduard Maier den Gemeinderäten vor.
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