Kontaktlos Brauch retten: Digitales Frauentragen in Thurndorf

Das Frauentragen gehörte in den vergangenen Jahrzehnten zu den vorweihnachtlichen Abläufen in der Pfarrei. In Thurndorf wird der überlieferte Brauch aus alter Zeit trotz Corona bewahrt.

Die Muttergottes vor dem gemalten Ortsbild von Thurndorf.
von Redaktion ONETZProfil

Mitglieder der Jugendgruppe in der Pfarrei trugen das Bildnis der Gottesmutter mit dem Kind, zu jenen Familien welche sich dazu angemeldet hatten. Das war bei der momentanen Kontaktbeschränkung nicht möglich. Auf Initiative von Sonja Schwemmer, Leiterin des Kinder- und Jugendchores der Pfarrei Thurndorf wurde eine Whatsapp-Gruppe ins Leben gerufen, worin den interessierten Familien eine Gebetsvorlage, und ein Ausmalbild zur Verfügung gestellt worden war. Mit Kerzen und dem ausgemalten Bild wurde das gemeinsame Gebet gestaltet. Anschließend wurden die Fotos vom jeweiligen Familiengebet in die Whatsapp-Gruppe gestellt und Fotoausdrucke anschließend in der Pfarrkirche platziert. Im Gebet hieß es unter anderem: „Sie kommen, sie fragen, sie klopfen an, ob Christus, der Heiland, zu uns kommen kann. Maria und Josef, sie sind auf Reisen, wollen wir ihnen jetzt eine Herberg‘ zuweisen? Auch alte Bräuche sind auf neuen Wegen auch in der heutigen Zeit erfolgreich, denn gut zwanzig Mal wurde virtuell eine „Herberg“ gewährt.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.