30.11.2021 - 14:18 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Förderpreis für zwei Tirschenreuther Studentinnen

Eine Anerkennung für besondere Leistungen soll der Förderpreis der Stadt Tirschenreuth für die Studenten der Kreisstadt sein. Bei der diesjährigen Verleihung gab es gleich mehrere Premieren.

Theresa Beer und Stefanie Schnurrer (Zweite und Dritte von links) wurden für ihre besonderen Leistungen im berufsgeleitenden Studium "Soziale Arbeit" ausgezeichnet. Es gratulierten Harald Eckstein (links), städtischer Bildungskoordinator, und Bürgermeister Franz Stahl (rechts).
von Lena Schulze Kontakt Profil

Zum fünften Mal hat die Stadt Tirschenreuth einen Förderpreis an zwei Studierende des berufsbegleitenden Bachelorstudiengangs „Soziale Arbeit“ für herausragende Leistungen verliehen. Zum ersten Mal erhielten den Preis zwei Kreisstädter, freute sich Bürgermeister Franz Stahl bei der Übergabe. Die Ehrung fand in den Studienräumen in der historischen Fronfeste statt. Die Räumlichkeiten kannten die Preisträgerinnen Stefanie Schnurrer (36) und Theresa Beer (30) noch gar nicht – denn seitdem sie mit dem Studium im Oktober 2020 begonnen haben, finden die Vorlesungen online statt. „Es ist komisch, heute zum ersten Mal hier zu sein“, sagte Theresa. „Und sich auch mal in echt zu sehen, und nicht nur vom Bildschirm aus“, ergänzte Stefanie und lachte. Denn obwohl beide aus Tirschenreuth sind, sehen sie sich öfter bei den Online-Vorlesungen, als dass sie sich in der Stadt über den Weg laufen.

Besondere Leistung honorieren

Mit dem Preis möchte die Stadt die besonderen Leistungen der Studenten honorieren, betonte Stahl. Es sei schon eine besondere Leistung, Beruf, Familie und Studium unter einen Hut zu bekommen. "Dazu braucht es eine besondere Motivation, und dem wollen wir Anerkennung zollen", sagte der Bürgermeister. In den Bewerbungen auf die Aufzeichnung werde großer Wert auf die Noten, das soziale und ehrenamtliche Engagement sowie den Vorbildcharakter der Studenten gelegt.

Stefanie Schnurrer aus Tirschenreuth bringt sich ehrenamtlich im Verein "Behinderte/Nichtbehinderte" ein und arbeitet zudem als Unterstützungskraft im Förderzentrum St. Peter. Die 36-Jährige glänzt zudem mit einem Notendurchschnitt von 1,43. "Respekt, das ist beachtlich", gratulierte Stahl. Dafür erhält sie von der Stadt eine Anerkennung in Höhe von 1000 Euro.

Auch Theresa Beer aus Tirschenreuth ist neben dem Studium außerordentlich engagiert. Sie pflegt intensive Kontakte zur bisherigen Arbeitsstelle, der heilpädagogischen stationären Mädchenwohngruppe am Jugendhilfezentrum Wunsiedel. Zudem arbeite die 30-Jährige als Erzieherin im städtischen Kinderhaus Kunterbunt. Sie hat einen Notendurchschnitt von 1,8. Als Förderpreis-Zweitplatzierte erhält sie eine Anerkennung in Höhe von 500 Euro.

Stahl freute sich, den beiden den Preis für ihre sehr guten Leistungen zu überreichen. „Wir sind stolz, dass wir Sie haben. Und Sie dürfen stolz auf sich sein“, sagte er. „Bleiben Sie weiterhin so aktiv.“ Er empfahl den Studentinnen, das Geld für sich zu verwenden. Dies will Theresa Beer in jedem Fall beherzigen. „Ich freue mich sehr über den Förderpreis und sehe das als vorgezogenes Christkind“, sagt sie. Stefanie Schnurrer will mit einem Teil vom Preisgeld ihren Kollegen etwas zurückgeben. „Sie sind sehr verständnisvoll, wenn ich mit dem Kopf nicht bei der Arbeit, sondern beim Studium bin.“ Dem stimmt Beer zu. „Ohne Unterstützung ginge das alles nicht.“

Auch für Wirtschaftsingenieure

Zum Abschluss informierte Stahl, dass sich ab dem kommenden Jahr auch Studenten des Studiengangs „Wirtschaftsingenieurwesen Energie & Logistik“ der HAW Landshut, der ebenfalls berufsbegleitend in Tirschenreuth angeboten wird, für den Förderpreis der Stadt bewerben können.

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Tirschenreuth
Das Preisgeld wird Stefanie Schnurrer (Mitte) und Theresa Beer (rechts) überwiesen, von Bürgermeister Franz Stahl (links) erhielten die Studentinnen Blumen.
Info:

Hintergrund

  • Studienstandort in Tirschenreuth seit 2016.
  • Bis Anfang 2020 in der Kolping-Berufsschule angesiedelt.
  • Seit der Eröffnung des Lernstandortes in der Fronfeste in der Tirschenreuther Innenstadt.
  • Aktuell 30 Studierende im Studiengang "Soziale Arbeit".
  • Vorlesungen seit der Pandemie ausschließlich online, keine Präsenzveranstaltungen.

 

 

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