21.10.2021 - 12:03 Uhr
VohenstraußOberpfalz

Fotoclubvorsitzender Johann Gmeiner ist weitgereist

Johann Gmeiner ist ein vielgereister Mann. Mit seiner Ehefrau Christl besuchte er schon viele Länder wie Griechenland, die kanarischen Inseln, Nordamerika, Spanien oder Frankreich. Immer dabei: der Fotoapparat.

von Elisabeth DobmayerProfil

Sport und Fotografie sind die Steckenpferde des Vohenstraußers Johann Gmeiner. Neben dem Fußball – Gmeiner war viele Jahre Torwart der SpVgg Vohenstrauß in der erfolgreichsten Zeit der langen Fußballgeschichte – war schon immer das Fotografieren sein größtes Hobby. Als Diplom-Ingenieur der Nachrichtentechnik war Gmeiner stets neugierig auf Innovationen. Als einer der ersten Mitglieder im Fotoclub legte er sich eine digitale Ausrüstung zu.

Anfangs seien gerade passionierte Fotografen der digitalen Technik eher skeptisch gegenüber gestanden, erinnert er sich. Dass der Siegeszug der neuen Bilderaufnahmen nicht aufzuhalten war, erkannte Gmeiner sehr schnell. Noch mehr Megapixel, ein noch besserer Zoom und Möglichkeiten, ein Bild nachträglich am Bildschirm zu bearbeiten, überzeugte mittlerweile den Großteil der Fotografen gerade im Hobbybereich.

Gmeiner schätzt die leichte Bedienbarkeit der modernen Kameras. Seine analogen Gerätschaften hat der Vohenstraußer samt Zubehör schon lange sauber in einem Fotorucksack verpackt und als Requisit aus vergangener Zeit verstaut.

Als der langjährige Vorsitzende des Fotoclubs und Gmeiners Lehrmeister Josef Kasseckert starb, trat Gmeiner dessen Nachfolge an. Seitdem begleitete und bestückte der Vohenstraußer viele Bilderausstellungen. Immer wieder tauchten bekannte Motive aus anderen Blickwinkeln auf und überraschten die Betrachter.

Zwischenzeitlich treffen sich die Mitglieder einmal monatlich, zeigen sich gegenseitig sowohl Schnappschüsse wie auch durchkomponierte Bilder und geben viel Wissen rund um die Motive weiter. Sie tauschen Erfahrungen aus und zeigen ihre Werke bei Ausstellungen der Öffentlichkeit. Auch ihnen machte allerdings die Corona-Pandemie einen Strich durch die Rechnung. "Im nächsten Jahr wollen die Mitglieder den Kultursommer in der Friedrichsburg wieder mitgestalten", freut sich Gmeiner.

Viel erzählte der begeisterte Hobbyfotograf von seiner Reise auf Menorca, eine der kleineren Baleareninseln, die er mit Ehefrau Christl besuchte. „Die Insel nordöstlich von Mallorca ist ein lohnenswertes Ziel für Natur- und Kulturinteressierte wie auch für Badeurlauber.“

Der Name Menorca stamme aus der katalanischen Sprache und bedeute „die Kleinere“, referierte der Vorsitzende. "Im Gegensatz zu Mallorca ist sie auch viel kleiner", lacht er. Als Ausgangspunkt für die Erkundungen diente die Ferienanlage Son Bou im Süden der Insel, unweit des längsten Sandstrandes und einem 80 Hektar großen Feuchtgebiet namens Prat de Son Bou.

Auf der gesamten Insel anzutreffen sind aus Feldsteinen aufgeschichtete Trockenmauern. Zwischen 1500 und 1300 vor Christus entstand auf Menorca die Talaiot-Kultur. Typisch für diese Epoche sind die sogenannten Taulas, zwei große Monolithen, die meist in der Mitte eines Raumes standen und ein T formten. Der Name dieser Kultur kommt von den Talaiots hohen Wach- und Wohntürmen. Maó oder auch Mahon ist seit der britischen Eroberung die Hauptstadt der Insel. "Sie liegt an einer fjordartigen Bucht und ist der größte Naturhafen im Mittelmeer", berichtete Gmeiner.

Ausschließlich auf Menorca gibt es Grabanlagen aus Steinblöcken namens Navetas. Sie stammen aus der Zeit um 1300 vor Christus und waren die Ruhestätte für bis zu 100 Verstorbene. Archäologen fanden außer den Skeletten Grabbeigaben wie Schmuck, Gefäße und Waffen. Die Naveta des Tudons ist eine der besonders gut erhaltenen Anlagen dieser Art.

Ein weiterer Besuch galt der früheren Inselhauptstadt Ciutadella. Malerische Gässchen im spanisch-maurischem Stil, Kirchen und Paläste sowie alte Häuser in der Fußgängerzone laden zum Bummel durch die Altstadt ein.

Mit dem Fotoclub Vohenstrauß in der heimischen Natur unterwegs

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