16.04.2021 - 11:40 Uhr
VorbachOberpfalz

Gemeinderat Vorbach: Hoher Aufwand für Wasserrechtsverfahren

Die behördliche Gestattung zur Einleitung von Oberflächenwasser in den Biberbach endet am 31. März 2022: Zeit für einen Beschluss des Gemeinderats Vorbach zur Verlängerung der Erlaubnis. Verpflichtend wird auch ein Kanalkataster.

Der Biberbach dient den Oberbibrachern zur Einleitung von Oberflächenwasser. Auch dafür ist eine wasserrechtliche Erlaubnis erforderlich.
von Robert DotzauerProfil

Die zeitliche Genehmigung des Landratsamts zur Einleitung von Oberflächenwasser in der Biberbach im Bereich des Gemeindeteils Oberbibrach endet auf der Grundlage der Wassergesetze in einem Jahr. Die Kreisbehörde empfiehlt deshalb der Kommune, umgehend die notwendigen Schritte zur Verlängerung der wasserrechtlichen Erlaubnis einzuleiten. Darunter versteht das Landratsamt die Einreichung von Planunterlagen eines geeigneten Ingenieurbüros.

Weil schon vor 20 Jahren für die Kommune im Einsatz, empfahl Bürgermeister Alexander Goller dem Gremium, wiederum das Büro für Tiefbautechnik Wolf & Zwick mit der Zusammenstellung der Antragsunterlagen zu beauftragen. Nach Kontaktaufnahme mit dem Wasserwirtschaftsamt soll das Planungsbüro zeitnah ein Honorarangebot unterbreiten. Dieser Empfehlung folgte der Gemeinderat einstimmig.

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Vorbach

Einen ähnlich lautenden Beschluss fasste das Gremium zum weiteren Einleiten des Mischwassers und von Regenwasser aus den Entlastungsanlagen der Kläranlage im Gemeindebereich in einen Vorflutgraben sowie in den Biber- und Flettersbach. Die Vorgaben des Landratsamts dazu erstrecken sich unter anderem auf die Notwendigkeit einer Kamerabefahrung des Mischwasser- und Schmutzwassernetzes und auf ein geodatengestütztes Kanalkataster. Auch für diese Maßnahme wünscht sich der Rat eine zeitnahe Vorlage eines Honorarangebots durch das Ingenieurbüro Wolf & Zwick.

Drei Bauanträge

Das sogenannte gemeindliche Einvernehmen erteilte das Gremium dem Antrag zum Einbau einer Dachgaube und eines Dachfensters in einem Gebäude in Vorbach und dem Antrag auf Neubau eines Heizraumes für eine Hackschnitzelheizung auf einem Grundstück in der Gemarkung Oberbibrach.

Wegen „objektiver Dringlichkeit“ erweiterte die Ratsversammlung die Tagesordnung um die Zustimmung zu einem weiteren Bauantrag und stellte das gemeindliche Einvernehmen zur Errichtung eines Pavillons mit zwei Sichtschutzwänden in Vorbach her.

Solarstrom: Studie für Pilotprojekt

Im Vorfeld der Diskussion zur weiteren Versorgung der Grundschule Oberbibrach mit Sonnenstrom bedarf es zur Überschussbewirtschaftung für eine Elektro-Ladesäule und für den Betrieb eines intelligenten Stromspeichers zur solaren Eigenversorgung fachmännischer Beratung. Auf Vorschlag des Bürgermeisters war sich das Gremium einig, ein Pilotprojekt auf den Weg zu bringen.

Wegen der anspruchsvollen Zielsetzung soll die Studie auf Vermittlung des in das Projekt eingebundenen Photovoltaik-Gutachters Kurt Neumann aus Grafenwöhr von der Berliner Firma „denersol“, einem Spezialisten für dezentrale Energiesysteme, erstellt werden. Es gebe für die geplante innovative Hightech-Lösung noch kein standardisiertes Anforderungsprofil, betonte Goller. Er kündigte zudem eine begleitende Bachelorarbeit an.

An Kosten für das Projektmanagement, die Bedarfsanalyse einer Elektro-Ladesäule und eine Wirtschaftlichkeitsberechnung entstünden maximal 3900 Euro netto, merkte der Bürgermeister an. Ergänzend fragte Christian Friedrich nach Fördermöglichkeiten für die relativ teure E-Tankstelle. Kosten und Zuschüsse werden abgeklärt, versicherte Goller.

Hintergrund:

In der Hauptstraße wird's heller

  • Der Gemeinderat beschloss eine zusätzliche Straßenleuchte für die Vorbacher Hauptstraße zwischen dem Friedhof und der Firma Ritter.
  • Das Bayernwerk errichtet die Brennstelle zu Gesamtkosten von 6407 Euro brutto. (do)
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