05.08.2020 - 10:49 Uhr
WaidhausOberpfalz

"Trampelpfad" zum Waidhauser Binnenzollamt befestigt

Vor allem bei Brummifahrern ist der Weg vom Parkplatz zum Supermarkt sehr beliebt. Jetzt haben sie es dort ein bisschen leichter.

Befestigt und verbreitert ist der bisherige Behelfspfad vom Binnenzollamt (rechts) über die Autobahnbrücke hinein nach Waidhaus bis auf Höhe des Bocklradwegs.
von Josef ForsterProfil

Dutzende von Lastwagenfahrern nutzen einen Stopp beim Binnenzollamt seit Jahren zu einem Einkauf im nahe gelegenen Supermarkt. Obwohl noch kein Unfall bekannt wurde, gibt es jetzt ein bisschen mehr Sicherheit. Mit der Erweiterung der LKW-Parkplätze vor gut einem Jahr stieg die Nutzerzahl fortwährend. Die komfortablen Ein- und Ausfahrten sind mit den meist freien Flächen und der einfachen Kombination von Ruhepause und Einkaufsmöglichkeit direkt an der Autobahnanbindung ein gewichtiger Vorteil für die Brummilenker aus ganz Europa.

Einzig der Weg vom Parkplatz bis zum Supermarkt am Ortseingang war viele Jahre ein Abenteuerpfad. Zunächst musste irgendwo die steile Böschung vom Parkplatz hinauf zur Autobahnbrücke gemeistert werden. Dann führte hinter der Leitplanke entlang der Staatsstraße lediglich ein Trampelpfad über die Autobahn. Auf dem steil abfallenden Hang blieben nur wenige Zentimeter Breite zum Gehen übrig. Als weitere Hürde wartete die Querung der nördlichen Autobahnaus- und einfahrt ohne jegliche Sicherung für Fußgänger. Einzig auf dem letzten Teilstück vor dem Ortseingang ließ es sich etwas ruhiger vorwärts kommen.

Bangen um den Fortbestand

Waidhaus

Nun ist alles anders, nachdem das Staatliche Bauamt den „Trampelpfad“, wie Bürgermeister Markus Bauriedl die bisherige Situation umschrieb, „zumindest geschottert“ hat. Darüber hinaus entstand ein komfortabler Auf- und Abgang direkt beim Binnenzollamt, informierte Bauriedl in der jüngsten Marktratssitzung.

Dank eines Pflasterbelags und einer auslaufenden Bogenvariante lässt sich die steile Böschung der Staatsstraße nun wesentlich leichter überwinden.

Zusätzliches Betreuungsangebot

Die Firma GFI aus Weiden übernimmt mit dem Beginn des neuen Schuljahrs das zusätzliche Betreuungsangebot für Schulkinder ab 14 bis 16 Uhr auf dem Weg zur offenen Ganztagsschule. Die Kosten dafür übernimmt die Marktgemeinde komplett, während die Betreuung bis 14 Uhr staatlich gefördert ist.

18 weitere Kanalschächte im Gemeindegebiet werden einer Sanierung unterzogen, der Auftrag ging an die Firma ABS Meiller in Wernberg-Köblitz. Über neue Risse im Waidhauser Feuerwehrhaus informierten die Wehrmitglieder die Gemeinde. Bürgermeister Bauriedl gab nach Hinzuziehung eines Fachmanns Entwarnung: „Derzeit besteht keinerlei Einsturzgefahr.“ Ein Gutachter habe alle Risse fachmännisch untersucht und gab eine Erklärung für die Ursache: „Statische Probleme gibt es auf keinen Fall.“ Weitere Ingenieurleistungen zur statischen Beurteilung wurden auf Stundenbasis an Stefan Maier in Hammerharlesberg vergeben.

Neue Asphaltdecke

Auch dem letzten noch fehlenden Straßenstück in Reichenau widmet sich die Firma Baumer aus Oberviechtach. Weit hinaus zieht sich der Weg Richtung Reichenthal und Ernestinenhammer in Böhmen, der noch in dieser Woche eine neue Asphaltdecke erhalten soll. Eine Baugrunduntersuchung wird für die geplante Erschließungsstraße für die Erweiterung des Gewerbeparks fällig. Den Zuschlag erhielt die Ingenieursgesellschaft IMH in Hengersberg.

Keine Einwände erhoben die Markträte gegen eine Anhebung der Sockelhöhe für eine Umzäunung im Baugebiet „Im Kiesbeet“ von 30 auf 58 Zentimenter. Zu plausibel erschien dem Gremium das Argument, um das Wohnhaus vor einem unkontrollierten Wasserzulauf bei starkem Regen zu schützen. Gemeinschaftlich erteilten die Mitglieder eine weitere Genehmigung für die Umwandlung einer Mietwohnung in einer Ferienwohnung im Ortsteil Frankenreuth.

Ein Meter hoher Metallzaun

Erneut behandelte der Marktrat den Antrag zur Umfriedung eines Grundstücks im Tillyweg mit einer zwei Meter hohen Hecke. Inzwischen war die fehlende Nachbarunterschrift eingeholt. Für den Garten wird lediglich noch auf einer Seite eine neue Hecke in einer Höhe von zwei Metern benötigt. Weil auch noch ein drittes Gesuch für dasselbe Baugebiet vorlag, plädierte zweiter Bürgermeister Josef Schmucker für eine grundsätzliche Anpassung der Bebauungspläne in der Gemeinde „gemäß dem neuen Zeitgeschmack“. Geschäftsleiterin Kerstin Wilka-Dierl schlug vor, diese Bebauungspläne ganz aufzuheben. Bauriedl unterstützte dies: „Das stimmt schon, weil sogar ein Antrag nur wegen eines normalen Zauns notwendig ist.“ Anstatt der im Bebauungsplan vorgegebenen Einzäunung mit Holz kann der Bauherr einen einen Meter hohen Metallzaun um sein Grundstück ziehen, was einstimmig befürwortet wurde.

Das Landratsamt hatte für eine freistehende Scheune im Baugebiet „Gänsbühl“ einen Bauantrag gefordert. Auch hier sei der geltende Bebauungsplan die Ursache, informierte der Rathauschef. Schnell war auch dem Antrag die gemeinsame Erlaubnis erteilt.

Jahresrechnung 2019:

Noch ohne Beschluss

Ohne Beschluss ging die vorläufige Feststellung der Jahresrechnung des Vorjahrs über die Bühne. Der Verwaltungshaushalt weist eine Bilanzsumme von 5.751.414 Euro aus und der Vermögenshaushalt in Höhe von 1.175.623 Euro. Für den Gesamthaushalt nannte Bürgermeister Markus Bauriedl einen Abschluss mit 6.927.037 Euro. Zum Ausgleich der Ein- und Ausgaben war eine Zuführung in Höhe von 586.020 Euro erforderlich. Letztlich konnte jedoch eine Summe von 144.861 Euro beim Abschluss wieder der allgemeinen Rücklage zugeführt werden. Der Rechnungsprüfungsausschuss wird sich am 13. und 15. Oktober mit dem Zahlenwerk intensiv auseinandersetzen.

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Tho mas

Vielleicht sollte den Planern in den staatlichen Bauämtern monatliche Wander- und Radfahreinheiten aufgebrummt werden. Dann würde vielleicht nicht nur zum Wohl des Auto- und LKW-Verkehr geplant. Solche Fehlplanungen gibt es zuhauf.

05.08.2020