22.09.2021 - 18:04 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

AfD-Stadtrat Manfred Schiller in Weiden wird 60 Jahre

An seinem runden Geburtstag wird der Stadtrat und Unternehmer Manfred Schiller aus Weiden wie immer seine Kunden bedienen. "Ein ganz normaler Tag", wie er sagt. Gefeiert wird später, eventuell nach der Bundestagswahl.

Gefeiert wird später. Manfred Schiller steht auch an seinem 60. Geburtstag im Laden.
von Stephanie Hladik Kontakt Profil

Manfred Schiller sieht es pragmatisch. Der 60. Geburtstag sei kein wirklich besonderer Tag. Man werde halt älter. „Die Diskozeit ist vorbei und auf Ü-30-Partys gehen wir auch nicht mehr“, sagt er schmunzelnd. Schon eher auf einen gemütlichen Zoiglabend. An seinem runden Geburtstag am Donnerstag werde er wie immer sein Elektronikgeschäft aufsperren und bis 18 Uhr Kunden bedienen. Der Abend gehört der Familie.

Die Familie ist es auch, die er gerne um sich hat. „Ich bin schon ein Familienmensch“, sagt Schiller. Er ist zum zweiten Mal verheiratet und Vater von drei Töchtern (40, 37 und 27 Jahre) und einem Sohn (23). Für Trubel sorgen zudem die sechs Enkelkinder. Erst am Wochenende wurde bei einem der Kinder in Trebsau Richtfest gefeiert.

Mit 19 Jahren geheiratet

Schiller ist in Schirmitz geboren. „Ich war 1961 eine der letzten Hausgeburten“ erzählt er. Als Kind wuchs er in Mitterhöll und ab 1971 in Bechtsrieth auf. Sein Abitur legte er 1980 am Kepler-Gymnasium ab. Da war er bereits verheiratet und das erste Kind war unterwegs. „Tja, und dann musst Du natürlich Geld verdienen für deine Familie“, sagt Schiller. Er lernte Radio- und Fernsehtechniker, was auch seiner Musikleidenschaft entgegen kam. „Damals war ich beim Auflegen der Plattenkönig von Bechtsrieth“, lacht er. Bis zu 3000 Stück umfasst heute seine Plattensammlung. Mit einigen von ihnen finanzierte er damals auch sein zweites Hobby, das Motorradfahren.

Eine Feier sei zum Geburtstag nicht geplant. Gratulieren werden eventuell die Vereine, denen der 60-Jährige seit Jahren die Treue hält, darunter die Schützenvereine Adler Mitterhöll und Kaltenbrunn sowie die Tischtennisabteilung des SV Etzenricht. „Am Sonntag trifft sich die Familie zur Erstkommunion der Enkelin. Vielleicht stoßen wir da mal an.“ Oder spätestens am Abend, wenn das Ergebnis der Bundestagswahl feststeht. Der AfD-Stadtrat tritt als Direktkandidat an und gibt zu: „A bisserl nervös bin ich schon.“ Die Wahl sei jedenfalls spannender als sein Geburtstag.

Benjamin Zeitler blickt nach vorn

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