20.08.2021 - 12:23 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Besuch im Gartenparadies von Christine Görner und Norbert Vogelsteller

Biologisch, ökologisch und vor allem naturfreundlich bewirtschaften Christine Görner und Norbert Vogelsteller ihren riesigen Garten stadtauswärts links von der Mooslohstraße. Heuer brachte ihnen das sogar eine Zertifizierung ein.

Wasser gibt es aus der alten Schwengelpumpe.
von Autor hczProfil

Der Garten von Christine Görner und Norbert Vogelsteller zieht sich bis in die eigentliche Mooslohe hinunter. Dementsprechend hoch steht hier das Grundwasser. Für die Bewirtschaftung eines Gartens ist diese Lage nicht unbedingt schlecht: Vogelsteller erklärt, dass das die Gartenarbeit sehr erleichtern würde. In Jahren wie diesen muss nämlich nur sehr wenig gegossen werden.

Die Gartenbesitzer arbeiten beide im Klinikum und haben sich Abseits vom Trubel ein kleines Naturparadies geschaffen, dass sie biologisch, ökologisch und vor allem naturfreundlich bewirtschaften. Das brachte ihnen heuer die Zertifizierung als „Naturnaher Garten“ ein. Ihr Garten ist damit einer von dreien, die von der Gartenbauvereinigung Bayern mit dem Prädikat ausgezeichnet wurden. Die anderen beiden Gärten hat Oberpfalz-Medien bereits vorgestellt.

Der Naturnahe Garten in Weiden - Teil 2

Weiden in der Oberpfalz

Auszeichnung "Naturnaher Garten"

Christine Görner war früher schon beim Blumenschmuckwettbewerb der Stadt erfolgreich gewesen. Heuer gab es dann durch Kreisfachberaterin Maria Treiber und Thomas Huber von der Stadtgärtnerei die Auszeichnung „Naturnaher Garten“. Damit sich ein Garten auch so nennen darf, mussten einige Kriterien erfüllt werden. Zahlreiche Blumen und Kräuter, die Insekten, Schmetterlingen und anderen Kleinlebewesen Nahrung bieten, wachsen in der opulenten Gartenlandschaft dicht aneinander. Canna, Flieder, Ringelblumen- Rabatten, Kugeldisteln, Goldregen, Borretsch, Salbei, Sonnenhut und Hortensien zählen dazu.

Laufenten gegen Schnecken

Auch wertvoll für die Natur: eine Ecke mit Totholz. Dazu ein großes unbearbeitetes Areal. Hier wächst und gedeiht alles ohne Menschenhand: ein Kastanienbaum, eine alte Fichte, ein Vogelbeerbaum, Kartoffeln und Kürbis auf unbearbeitetem Land. Am Haus und im Gewächshaus gedeihen Tomaten in reichlicher Fülle. Gedüngt wird – ganz natürlich – mit Hühnermist. In einer großen Voliere leben – glücklich und täglich Eier legend – mehrere Hühner. Zwei frei laufende Indische Laufenten sorgen dafür, dass der Garten schneckenfrei ist. Viele Wasserstellen bieten Anlaufplätze für die Vogelwelt.

Zahlreiche Kunstwerke von Norbert Vogelsteller passen sich harmonisch in die Gartenlandschaft ein. Wasser kommt aus einer Schwengelpumpe. Strom wird teilweise durch Solarzellen produziert. Sogar vor dem Haus hört die Gartenbegeisterung des Paares nicht auf. Auch der Grünstreifen, der den Bürgersteig von der Straße trennt und der Stadt gehört, wird „in Partnerschaft“ von Görner und Vogelsteller gepflegt.

Der Naturnahe Garten in Weiden - Teil 1

Weiden in der Oberpfalz
Hintergrund :

"Bayern blüht – Naturgarten"

  • Das Programm „Bayern blüht – Naturgarten“ wurde von der Bayerischen Landesanstalt für Wein- und Gartenbau in Zusammenarbeit gemeinsam mit dem Bezirksverband für Gartenkultur und Landespflege Niederbayern sowie dem Verband der Kreisfachberater für Gartenkultur und Landespflege in Bayern aufgelegt. Die Idee stammt ursprünglich aus Österreich.
  • Ziel ist es, so viele Naturgärten zu schaffen wie möglich. Das Programm beinhaltet einen Leitfaden, der Orientierung gibt zur Anlage und Bewirtschaftung eines Naturgartens. Per Telefon und bei einer Gartenbegehung wird die Erfüllung der Kriterien von zwei Juroren geprüft.
  • Kernkriterien sind der Verzicht auf Pflanzenschutzmittel und chemisch-synthetischen Dünger, der Verzicht auf Torf zur Bodenverbesserung und die Schaffung einer hohen ökologischen Vielfalt.
  • Für Mitglieder von Gartenbauvereinen kostet die Zertifizierung 40 Euro, Nichtmitglieder bezahlen 80 Euro.
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