25.10.2020 - 14:05 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Kirchenglocken und Gegendemonstranten stören Weidener "Friedensmarsch"

Der Marsch der Maskengegner verläuft nicht ohne Hindernisse. Dem Fackelzug geht das Feuer aus, der Menschenkette die Menschen. Hinzu kommen eine Sitzblockade und laute Kirchenglocken.

von Helmut KunzProfil

Der „Internationale Friedensmarsch“ der Kritiker von Corona-Maßnahmen setzte sich am Samstagabend erst mit eineinhalb Stunden Verspätung in Bewegung. In der Schulgasse stoppten ihn kurzzeitig Gegendemonstranten mit einer Sitzblockade. Ebenfalls bemerkenswert: Die Glocken der Josefskirche läuteten gleichzeitig die Parolen aus den Megafonen der Maskenverweigerer nieder. Die geplante Menschenkette um die Altstadt musste mangels Masse ausfallen. Denn gegen Ende der Veranstaltung war die Zahl der „Querdenker“ auf 250 Teilnehmer geschrumpft.

Mit Fackeln waren sie am Festplatz gestartet. Ihr Weg führte sie über die Dr.-Martin-Luther-, Gabelsberger- und Sebastianstraße zum Schlörplatz, wo sie ihre Fackeln auf Anweisung der Polizei löschen mussten. Sie skandierten, dass sie sich nicht von Politikern aufeinanderhetzen ließen. Dann zog die Kolonne unter den Klängen von Dudelsack, Trommelwirbel und "Frieden! Freiheit!"-Rufen weiter durch dieAllee zur Schulgasse, wo ihr eine Gruppe von Gegendemonstranten mit Transparenten den Weg versperrte.

"Querdenker"-Demo am Festplatz

Weiden in der Oberpfalz

Die kleine Gruppe war auch sofort von der Polizei umringt. Die Einsatzleitung setzte auf Deeskalation, ließ nach zehnminütiger Unterbrechung die Einsatzfahrzeuge kehrt machen und geleitete die "Friedensmarschierer" durch die Türlgasse zur Abschlusskundgebung am "Friedensboot" vor dem Alten Rathaus.

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