28.12.2020 - 11:08 Uhr
WiesauOberpfalz

Bayernwerk plant bei Schönhaid ein neues Schalthaus

Keine Einwände hatten die Wiesauer Gemeinderäte gegen zwei Bauvorhaben. Themen waren auch die Unterstützung der Jugendarbeit der Vereine und der Nachtragshaushalt.

Die "Bayernwerk Netz GmbH" möchte ein neues 20-Kilovolt-Schalthaus beim Umspannwerk zwischen Schönhaid und Leugas errichten.
von Werner RoblProfil

Um in den Genuss der kommunalen Jugendförderung zu kommen, hatten acht Vereine einen Antrag gestellt. Es waren dies der Stiftländer Heimatverein, die Jugendabteilung der Spielvereinigung Wiesau und der Turnerbund Jahn Wiesau. Zudem erreichten die Gemeindeverwaltung Förderanträge von der Faschingsgesellschaft Weiß-Blau, der Jugendfeuerwehr, der Kinderfeuerwehr „Löschdrachen“, den Ministranten und dem MSC Wiesau.

Insgesamt 1600 Euro

Bürgermeister Toni Dutz bezifferte die Antragssumme, die in Abstimmung mit dem Jugendbeauftragten Florian Distner zum Stichtag 15. November zu verteilen war, auf 1200 Euro. Man müsse aber berücksichtigen, so Dutz in der Gemeinderatssitzung, dass bereits im März ein Vorab-Antrag des Sportvereins Schönhaid in Höhe von 400 Euro eingegangen sei. Das Gemeindeoberhaupt rechnete vor: „Somit haben wir insgesamt 1600 Euro an Zuschüssen ausbezahlt." Der Haushaltsansatz von 1800 Euro sei nicht voll ausgeschöpft worden, stellte Dutz fest. Über die Vergabe abstimmen mussten die Marktgemeinderäte nicht.

Einstimmig befürwortete der Gemeinderat den Bauantrag der "Bayernwerk Netz GmbH" zum Neubau eines 20-Kilovolt-Schalthauses (EEG-Station) auf den Flurnummern 428/1 und 428/3 in der Gemarkung Schönhaid. Das Bauvorhaben befindet sich im Außenbereich. Gemäß Paragraf 35 des Baugesetzbuches ist die Neuerrichtung privilegiert zulässig. Allerdings muss die Erschließung in ausreichendem Maße gesichert sein. Zudem – so ließ Bürgermeister Dutz in der Sitzung anklingen – dürfen keine öffentlichen Belange entgegenstehen. Die Abwasserbeseitigung (Schmutzwasser) erfolge in einer abflusslosen Grube. Das anfallende Niederschlagswasser werde auf dem Grundstück versickern. „Die Zufahrt erfolgt über die Kreisstraße TIR 39“, informierte Bürgermeister Toni Dutz. Geschlossen – ohne weitere Wortmeldungen - billigte der Marktrat den vorgestellten Bauantrag der "Bayernwerk Netz GmbH".

Fertiggaragen

"Ja" hieß es auch bei der Bauvoranfrage eines Wiesauers. Auf der Flurnummer 1073/2 in der Gemarkung Wiesau (Bereich Industrie- beziehungsweise Otto-Kärner-Straße) sollen sechs Fertiggaragen errichtet werden. Das Bauvorhaben liegt nach Auffassung des Landratsamtes planungsrechtlich im Außenbereich. Dabei handele es sich aber um kein privilegiertes Bauvorhaben nach Paragraf 35, Absatz 1, Baugesetzbuch. „Sondern um ein sonstiges Vorhaben nach Absatz 2“, erklärte Bürgermeister Toni Dutz. „Die Erschließung ist gesichert.“

Um einen Grundstückspool zu schaffen, benötigt der Markt Wiesau zusätzlich 500.000 Euro an Krediten. Die Genehmigung des Nachtragshaushalts war Anlass einer Sondersitzung des Marktrates im November. Zwischenzeitlich wurden die Nachtragshaushaltssatzung und das Zahlenwerk von der Rechtsaufsicht am Landratsamt geprüft. „Die Genehmigung wurde erteilt“, erklärte Bürgermeister Toni Dutz mit Blick auf ein Schreiben des Landratsamtes, das die Gemeindeverwaltung erreichte.

Hier ein weiterer Bericht zur Sitzung des Marktgemeinderats Wiesau

Wiesau

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