01.01.2021 - 16:32 Uhr
WiesauOberpfalz

Beschluss für Neugestaltung des Marktplatzes in Wiesau

Attraktiver werden soll der Marktplatz in Wiesau. Im östlichen Bereich des Areals sind Verbesserungen vorgesehen, hieß es in der Sitzung des Gemeinderats. Bei zwei weiteren Punkten ging's ums Geld und um die weitere Ortsentwicklung.

Der östliche Bereich des Marktplatzes ist wenig attraktiv. Geschlossen sprach sich der Gemeinderat für eine Verbesserung bzw. für eine Umgestaltung aus.
von Werner RoblProfil

Der Marktplatz gilt als das Zentrum der Marktgemeinde Wiesau. Nach Ansicht der Verwaltung bietet das Areal den Bürgern zwar viele Sitzgelegenheiten. „Aber leider noch viel zu wenig Aufenthaltsqualität“, bedauerte Bürgermeister Toni Dutz in der Sitzung des Gemeinderats.

Der Vorsitzende fügte hinzu: „Insbesondere für Familien – zum Beispiel nach dem Besuch des dortigen Eiscafés – stehen rund um den Rathausbrunnen nahezu keine beschatteten Bereiche zur Verfügung.“ Im Verlauf seiner Ausführungen kam er dabei auch auf die Merkmale am Ostteil des Marktplatzes zu sprechen. Nicht zu übersehen ist dort ein sogenannter Installationspavillon.

Kaum Besucher selbst beim Bürgerfest

„Dort sind zwar eine Handvoll Bänke, schattenspendende Bäume und eine wassergebundene Oberfläche vorhanden“, erklärte Dutz. Zugleich bedauerte er aber, dass sich dort - laut Dutz - „selbst beim Bürgerfest kaum Besucher aufhalten.“ Die Fläche liege auch an solchen Tagen nahezu brach, klagte der Bürgermeister. Um dies zu ändern folgte Dutz einem Anstoß aus dem Gremium: Marktrat und Dritter Bürgermeister André Putzlocher (CSU) hatte Überlegungen angeregt, wie sich die Attraktivität dort verbessern ließe. Gegebenenfalls, so Dutz, „könnte man auch einen Fachberater hinzuziehen“.

„Insbesondere für Familien stehen rund um den Rathausbrunnen nahezu keine beschatteten Bereiche zur Verfügung.“

Bürgermeister Toni Dutz über die Situation am Marktplatz

Anklingen ließ der Rathauschef auch, dass bereits Fördermöglichkeiten geprüft wurden; auch die Steinwald-Allianz sei eingebunden. Die Verwaltung hatte sich schon vor der Sitzung darüber Gedanken gemacht, wie der Bereich umgestaltet werden könnte. Bürgermeister Dutz stellte die Ideen in der öffentlichen Sitzung vor: Eine Umzäunung solle den Bereich besser schützen. Dies würde für mehr Sicherheit sorgen; auch Familien hätten dann Gewissheit, "dass die Kinder dem Autoverkehr fernbleiben“, erklärte Dutz.

Für einen „parkähnlichen Charakter“ sollen Sitzgelegenheiten im Schatten sorgen - etwa Bänke oder ergonomische Holzliegen. „Angebote für Kinder könnten dem Bereich am Ostrand des Marktplatzes mehr Leben verleihen“, betonte er mit Blick auf weitere Planungen. Der Marktrat befürwortete die vorgestellten Ideen ohne Gegenstimme.

Fördergeld für Wiesau

Bereits im Frühjahr hatte der Markt Wiesau einen Antrag auf Stabilisierungshilfe gestellt – mit Erfolg, stellte Bürgermeister Toni Dutz in der Gemeinderatssitzung fest. „Mit Bescheid vom 27. November erhalten wir 1 Million Euro." Die Summe könne aber nur dann verwendet werden, wenn die Gemeinde ein Konsolidierungskonzept vorlegen, bzw. das vorhandene auch umsetzen könne, informierte der Bürgermeister.

Einstimmig befürwortete das Gremium eine weitere Änderung der Bauleitplanung bzw. des Satzungsbeschlusses für den Bebauungsplan „Südlich Friedenfelser- und Schulstraße". Bürgermeister Dutz stellte die neu formulierte Fassung mit integriertem Grünordnungsplan in der Fassung vom 17. Dezember 2020 vor. Der Bebauungsplan tritt mit der öffentlichen Bekanntmachung in Kraft.

2700 Quadratmeter

Laut Verwaltung handelt es sich dabei um eine Gesamtfläche von rund 2700 Quadratmeter. Erneut verwies Bürgermeister Dutz auf den im Ort gesteigerten Bedarf an Baugrund. „Auch für das betroffene Gebiet liegt bereits eine Anfrage vor, welche direkt nach der Änderung des Bebauungsplanes umgesetzt werden soll.“ Die Parzellen innerhalb der diskutierten Änderung sind derzeit noch unbebaut.

Das Plangebiet liegt südlich des historischen Ortskernes und westlich der heutigen Ortsmitte. Die Anbindung an den Verkehr erfolgt über die bestehende Friedenfelser Straße. Auswirkungen auf die Belange des Umweltschutzes seien nicht zu erwarten, heißt es in der neu formulierten Satzung, die in Zusammenarbeit mit dem Ingenieurbüro Bernhard Bartsch (Sinzing) erarbeitet wurde.

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