14.04.2021 - 11:19 Uhr
WiesauOberpfalz

Geschichtspark Bärnau und Berufsschule Wiesau arbeiten nun eng zusammen

Die Pläne sind vielfältig und reichen von „Kochen im Mittelalter“ bis Eisenverhüttung. Der Geschichtspark Bärnau und das Berufliche Schulzentrum Wiesau haben einen Kooperationsvertrag unterschrieben.

Den Kooperationsvertrag zwischen dem Geschichtspark Bärnau und dem Beruflichen Schulzentrum Wiesau unterzeichneten Ilona Hunsperger (links) und Schulleiter Thomas Metzler (rechts). Hinten Fachoberlehrer Markus Schultes.
von Werner RoblProfil

Das erste offizielle Aufeinandertreffen von Vertretern des Beruflichen Schulzentrums (BSZ) Wiesau und des Geschichtsparks Bärnau fand bereits im Dezember statt. Im Mittelpunkt stand damals das Bearbeiten von Holzbalken, so wie es vor vielen Jahren Zimmerleute machten. Schulleiter Thomas Metzler war von der Vorführung in der Schreinerwerkstätte des BSZ begeistert. Spontan versprach Oberstudiendirektor Metzler: „Wir werden die Zusammenarbeit weiter vertiefen.“

Daraus wurde jetzt ein Kooperationsvertrag zwischen den Wiesauer Berufsfachschulen und dem Historischen Geschichtspark Bärnau. Eingeladen, um den Vertrag im Büro des Schulleiters unter Dach und Fach zu bringen, waren die Mitarbeiterin des Geschichtsparks, Ilona Hunsperger, und Fachoberlehrer Markus Schultes. Der Pädagoge aus Fuchsmühl, dessen Familie mit Hunsperger befreundet ist, war maßgeblich daran beteiligt, dass die Partnerschaft auf den Weg gebracht wurde.

Nach Angaben von Oberstudiendirektor Thomas Metzler beabsichtigt das BSZ, sich im Rahmen des Projektes „Machbarkeitsstudie zur Etablierung eines Kompetenzzentrums für historisches Handwerk und historische Baustoffkunde" einzubringen. Synergien sehen die Vertragspartner bei den deutsch-tschechischen Treffen. Einbinden möchte man auch die Partnerschulen des BSZ außerhalb Bayerns. „Für die Fort- und Ausbildungsangebote in Wiesau stellt die Kooperation, die auch den Pädagogen zugutekommt, eine wertvolle Bereicherung dar“, erklärte Schulleiter Thomas Metzler.

Im Gespräch mit Oberpfalz-Medien verwies Markus Schultes auf die Bedeutung einer künftigen Zusammenarbeit mit den Metallklassen an der Schule: „Wir wollen auch dort einsteigen“, versicherte der Fachpädagoge. Schulleiter Thomas Metzler schob nach: „Zudem möchten wir unsere Fachschule für Hotel- und Tourismusmanagement in die künftigen Projekte integrieren.“ Dazu sagte Ilona Hunsperger, die bereits konkrete Ideen gesammelt hat: „Mit den Schülern der Fachschule für Hotel- und Tourismusmanagement möchten wir touristische und kulinarische Themenbereiche angehen.“ Als nur ein Beispiel von vielen möglichen erwähnte sie „Kochen im Mittelalter“.

Ergänzend zur Aussage des Fachoberlehrers Markus Schultes warf die Geschichtspark-Mitarbeiterin einen Blick auf die Metallklassen am BSZ. Hunsperger betonte: „Im Bärnauer Areal wird Eisenerz verhüttet.“ Laut ihren Angaben wurde eigens dafür ein Hochofen konstruiert. Als Vorlage dienten historische, aber undetaillierte Aufzeichnungen. „Den Rest, was uns an Informationen fehlte, um Eisen verhütten zu können, mussten wir uns erarbeiten.“ Hier könnten die Metall-Fachschüler gerne mit einsteigen.

Schulleiter Thomas Metzler nannte die Kooperation eine „tolle und spannende Geschichte“. Wann genau es losgeht, ist noch offen. „Nach Corona geben wir Vollgas“, so Ilona Hunsperger. Schulleiter Thomas Metzler dazu: „Von uns aus gerne.“ Fachoberlehrer Markus Schultes freut sich darauf. Noch vor der Vertragsunterzeichnung bat Schultes um ein Antragsformular, um dem Verein "Via Carolina - Goldene Straße" beizutreten.

Weitere Informationen zum Beruflichen Schulzentrum Wiesau

Wiesau

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