13.10.2020 - 10:57 Uhr
WunsiedelOberpfalz

Vierjähriger im Landkreis Wunsiedel an Meningokokken erkrankt

Meningokokken sind Bakterien, die schwere Schäden wie Hirnhautentzündung und Blutvergiftung auslösen können. Im Landkreis Wunsiedel ist nun ein Kind daran erkrankt.

Eine Kinderärztin hält im Rahmen einer Kinderimpfung gegen Meningokokken eine Spritze.
von Externer BeitragProfil

Ein Vierjähriger aus dem Landkreis Wunsiedel ist von einer Meningokokken-Infektion betroffen. Der Fall wurde dem Gesundheitsamt am Montag, 12. Oktober, gemeldet. Weitere Erkrankungsfälle sind bislang nicht bekannt geworden, teilt das Landratsamt Wunsiedel mit.

"Da das Kind eine Kindertagesstätte besucht, hat das Gesundheitsamt umgehend alle erforderlichen Maßnahmen eingeleitet. Alle betroffenen Familien wurden informiert und aufgefordert, sich mit ihren Kindern in medizinische Beratung zu begeben", heißt es. Allen, die in der vergangenen Woche Kontakt zu dem erkrankten Kind hatten, wurde empfohlen, mit einem Arzt die Notwendigkeit einer vorsorglichen Einnahme von Antibiotika abzuklären.

Die Übertragung der Meningokokken-Bakterien erfolgt durch Tröpfcheninfektion, etwa beim Sprechen und Anhusten, aber auch beim Küssen. "Da die Bakterien außerhalb des Körpers nur kurze Zeit überleben, ist ein enger Kontakt zum Kranken oder einem Keimträger erforderlich. Ein Zusammentreffen von Menschen ohne engen Kontakt führt im Normalfall nicht zu einer Ansteckung. Die Zeit zwischen Ansteckung und Ausbruch der Krankheit beträgt meist zwei bis sieben Tage", informiert das Landratsamt.

Eine lebensbedrohliche Form der Meningokokken trat 2019 verstärkt auf

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