Neue Ligen, neue Hallen, neue Hürden: Spannende Saison für DJK-Basketballer

Neustadt an der Waldnaab
28.09.2022 - 23:27 Uhr
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Zwölf Titel, Doublegewinner bei Herren und Damen und zwei Aufstiege in die Bayernliga. Eigentlich müssten die Neustädter Basketballer nach ihrer Rekordsaison 21/22 immer noch auf Wolken schweben. Doch die neue Spielzeit wird extrem fordernd

Sportlich sind die Hausaufgaben für die neue Saison gemacht. Was die Spielzeit aber belastet ist, dass die Neustädter Gymnasiumhalle weiter nicht zur Verfügung steht und anderweitige Hallenzeiten rar gesät sind. Zudem spielen Neustadt II, ein Team aus Nachwuchstalenten, und die DJK-Damen nach der BOL-Meisterschaft nun in der Bayernliga. Damit sind zwei weitere Teams des Regionalligisten DJK Neustadt/WN in überbezirklichen Ligen, wodurch auch die organisatorischen Anforderungen höher sind.

„Die Spiele in der Windischeschenbacher Mehrzweckhalle sind gesichert, die Trainingstermine dagegen nicht“, sagt Neustadts Cheftrainer Stefan Merkl. Erst im Oktober würden die verfügbaren Trainingszeiten in Windischeschenbach und Neustadt ab November feststehen. Die städtischen Hallen stünden da nicht mehr zur Verfügung.

„Die Realschule wäre wichtig, weil sie eine Basketballhalle ist. Ein Ausweichen ist schwierig. Ich hoffe, dass wir alle zusammenrücken und diejenigen, die nur eine Gymnastikhalle brauchen, uns helfen“, baut Merkl auf die Unterstützung der Stadt und der anderen DJK-Sparten.

Junger, wilder Kader

Ansonsten gibt es für den Trainer viele Lichtblicke: „Ich freue mich wahnsinnig auf die Saison.“ Denn mit den personellen Veränderungen im Regionalligakader wird sich auch der Spielstil der DJK radikal ändern. „Wir sind noch jünger, athletischer und schneller geworden und wollen unseren Fans attraktiven Tempobasketball bieten“, kündigt Merkl an. „Unser Team ist zwar weniger erfahren und wird noch Lehrgeld zahlen müssen, uns aber dafür auch mit ‚wilden Aktionen‘ begeistern. Ich glaube, dass wir oben mitspielen können.“

Neben den Rückkehrern Yannik Stein und Simon Wagner, sind auch die anderen Neuzugänge, die Amerikaner Shaquille Demarco Angel, Rasheed Reams, Lynwood Blackmon sowie Maxim Zolotarov aus Sokolov spielerisch und physisch sehr stark. Zudem sorgen vor allem Spieler aus der DJK-Jugend, die vor allem Bayernliga spielen werden, für einen tief besetzten Spielerpool.

Ingolstadt statt Zwickau

Besonders spannend wird auch die neue Liga: Die Umgruppierung der DJK nach der Neugliederung der 2. Regionalligen in die zusätzliche „Mitte-Staffel“ bedeutet große Veränderungen. Nach den Duellen mit wohlbekannten sächsischen und thüringischen Vereinen wie Dresden, Leipzig, Gotha oder Zwickau in den vergangenen Jahren heißen die Gegner nun BG Leitershofen/Stadtbergen (Schwaben), Schanzer Baskets Ingolstadt oder TSV 1884 Wolnzach (Oberbayern). Für den Coach dürften das auch die Titelfavoriten sein. Generell sei die Liga aber sehr schwer einzuschätzen.

„Die Staffel ist etwas schwächer als der Norden. Ich bin sicher, dass wir auch mit dem neuen Kader konkurrenzfähig sind“, sagt Merkl. Ein Vorteil für die Neustädter werden die kürzeren Fahrzeiten sein. Auch stehen statt erschöpfenden 26 Spielen der vergangenen Saison (14er-Liga) nur 16 Begegnungen (9er-Liga) an. Darunter auch vier ganz besondere.

Wieder Derbyzeit

Worauf die Oberpfälzer Basketballfans nämlich lange gewartet haben ist durch die Neuerungen nun endlich Realität: Alle drei Top-Teams des Bezirks (neben Neustadt auch die Fibalon Baskets Neumarkt und der ASV Cham) spielen nun in der gleichen Staffel. Eine „coole Sache“, meint Merkl. Auch ein Lokalderby gibt es nach längerer Zeit wieder: In der Bezirksoberliga treffen die DJK-Routiniers „Expendables“ (Neustadt III) auch auf den TB Weiden.

Der Klassenprimus DJK Neustadt geht insgesamt mit 17 Teams (plus 1) in jeder Altersklasse in die am Samstag beginnende Spielzeit. Eine spannende Saison wird es für die Neustädter Basketballer gewiss. Aber ebenso sicher eine sehr herausfordernde.

Hintergrund:

Kader der Neustädter Basketballer in der 2. Regionalliga Mitte Saison 22/23

  • Abgänge: Nic Mötsch, Matthieu Tricot, Chris Faderl, Kenny Walters, Patrik Bortel, Alex Pöss
  • Zugänge: Yannik Stein (Tegernheim), Shaquille Demarco Angel, Rasheed Reams, Lynwood Blackmon (China, US Army), Luis Meierhöfer, Felix Meyer, Felix Enzmann, Oliver Roy (eigene Jugend, BTO), Barkale Joe Johnson (BTO), Simon Wagner („Expendables"), Maxim Zolotarov (Sokolov)
  • Der DJK-Kader:
  • Point Guards: Tobi Merkl (30 Jahre/ 1,83 Meter), Jariah Oliver (17/ 1,88), Luis Meierhöfer (16/ 1,75), Felix Meyer (16/ 1,75), Lynwood Blackmon (29/ 1,75), Yannik Stein (20/ 1,87)
  • Shooting Guards: Liam Archer (22/ 1,79), Sebastian Fritsch (23/1,89), Shaquille Angel (23/1,88), Moritz Zachmann (17/1,81)
  • Small Forwards: Luke Archer (19/1,90), Simon Mattausch (17/1,85), Barkele Johnson (17/ 1,99), Maxim Zolotarov (25/ 1,89)
  • Power Forwards: Jakob Sailer (26/1,93), Simon Wagner (25/ 1,97), Oliver Roy (17/ 1,92)
  • Center: Jonas Meißner (27/2,03), Lars Aßheuer (27/2,01), Nabil Derman (21/1,96), Rasheed Lamon Reams (24/ 1,95)
Info:

Heimspiele 2. Regionalliga:

  • 08. Oktober: Schanzer Ingolstadt
  • 22. Oktober: ASV Cham
  • 12. November: DJK Bamberg
  • 03. Dezember: BG Leitershofen
  • 14. Januar: Fibalon Neumarkt
  • 04. März: TSV 1884 Wolnzach
  • 25. März: Neustadt a.d. Aisch
  • 22. April: TV 1847 Augsburg

alle in der Mehrzweckhalle Windischeschenbach

 
 

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