09.10.2017 - 16:54 Uhr
WiesauOberpfalz

20. Kornthaner Fischkirchweih: Kirwa-Laune trotz Dauerregens

Musikalisch endet der erste Tag der Karpfen-Kirwa mit einem entsprechend unterlegten Feuerwerk. Musikalisch geht es am Sonntag weiter.

von Werner RoblProfil

Kornthan. Traditionell wird die Kornthaner Karpfenkirchweih gleich zweimal offiziell eröffnet. Nach dem Herrichten des ersten teichfrischen Karpfens durch Landrat Wolfgang Lippert am Samstag erfolgte 24 Stunden später der kirchliche Auftakt der zweitägigen Veranstaltung. Den Gottesdienst feierte heuer erstmals Pfarrer Maximilian Roeb.

"Mit Jesus gehen wir heute nicht an einen Weiher, sondern in den Weinberg", bezog sich der Wiesauer Seelsorger auf das Gleichnis im Tagesevangelium. Eine Woche nach dem Erntedankfest bedanke man sich - diesmal gemeinsam mit den Teichwirten - noch einmal für die reiche, von Gott geschenkte Ernte. Pfarrer Roeb schloss mit dem Bibelwort: "Sorgt euch um nichts." Musikalisch gestaltet wurde der Festgottesdienst am Grislhof von den Bläsern des Wiesauer Musikvereins und der Saiten- und Flötenmusik des "Stiftländer Heimatvereins".

20 Jahre Kornthaner Karpfenkirchweih sei Anlass genug, den beteiligten Teichwirten einmal Dankeschön zu sagen, wandte sich Bürgermeister Toni Dutz an die Familien Maierhöfer, Stock und Zrenner. Aus ihrer Idee sei ein Aushängeschild und ein viel beachtetes Alleinstellungsmerkmal in der Region geworden. Nicht zu Unrecht werde Kornthan auch das schönste Fischerdorf Altbayerns genannt. Mit Teichnixe Lena Bächer und zweitem Bürgermeister Fritz Holm überreichte er an Konrad Zrenner, Wolfgang Stock und Franz Maierhöfer je ein Geschenk.

Nach dem Auftakt am Samstag folgten weitere Höhepunkte im Programm, das allerdings unter dem Dauerregen litt. Auf die versprochene Ausfahrt der Oldtimertraktoren, auch auf die rasanten Ausflüge mit dem Wasserwacht-Schnellboot musste verzichtet werden. Der Regen machte den Veranstaltern einen gehörigen Strich durch die Rechnung.

Treffen der Chöre

Zu einem Besuchermagnet - trotz des widrigen Wetters - wurde das angekündigte Treffen der Landfrauenchöre im Hof des Anwesens der Land- und Teichwirtsfamilie Elfriede und Wolfgang Stock. Humorvoll moderiert wurde die Zusammenkunft der Oberpfälzer Sängerinnen, die seit 1978 alle zwei Jahre in einer anderen Region stattfindet, von Bezirksbäuerin Rita Blümel. "Landfrauenchöre gibt es inzwischen in fast allen bayerischen Landkreisen", erzählte die Regensburgerin. "Nicht nur Bäuerinnen singen mit." Die Chöre mit ihren rund 1500 Mitgliedern bezeichnete sie als "Botschafterinnen der Landwirtschaft". Besonders freute sich die Sprecherin über den Besuch von Kreisbäuerin Irmgard Zintl, Kreisobmann Ely Eibisch und des Bezirks-Präsidenten des Bayerischen Bauernverbandes, Josef Wutz. Auch MdL Tobias Reiß und stellvertretender Landrat Dr. Alfred Scheidler waren unter den Zuhörern beim "Walz".

Besonders gefragt waren bei diesem musikalischen Nachmittags-Leckerbissen die Regenschirme. Trotz mancher Wolkenlücken wollte sich der erhoffte Sonnenschein nicht mehr einstellen. Den Konzert-Auftakt machten die in Tracht gekleideten und singenden Bäuerinnen aus Neumarkt (gegründet 1977) unter der Leitung von Theresia Hierl. Mit je drei Beiträgen folgten der 1987 ins Leben gerufene Landfrauenchor aus Schwandorf (Leiter Matthias Zenger), danach der Tangrintler Landfrauenchor (gegründet 2006) unter der musikalischen Leitung von Ursula Freihart, die "ihre" Frauen auch am Keybord begleitete. Rosi Müller dirigierte den Chor aus Cham-Waldmünchen (gegründet 1983). Den musikalischen Abschluss mit heimatlichen Klängen machte der bereits vor 38 Jahren gegründete Tirschenreuther Landfrauenchor unter der Leitung von Sieglinde Kusche-Konrad.

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Weitere Bilder im Internet:

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